Molkerei Milchstraße 1
Reine Frische — seit 1928
Wir verarbeiten Weidemilch aus der Nachbarschaft zu Frischmilch, Joghurt, Butter, Quark und Käse. Alles in Bioqualität, alles innerhalb von zwölf Stunden nach dem Melken, alles in der Mehrweg-Glasflasche.
Milch, die keine Autobahn sieht
Unsere Molkerei steht dort, wo sie 1928 gebaut wurde: an der Milchstraße 1, mitten zwischen den Höfen, die sie beliefern. Diese Nähe ist kein Nostalgieargument, sondern ein Qualitätsargument. Je kürzer der Weg zwischen Melkstand und Tank, desto weniger muss man mit der Milch überhaupt machen.
24 Partnerhöfe liefern uns Weidemilch, alle im Umkreis von 40 Kilometern. Wir holen zweimal täglich ab und verarbeiten innerhalb von zwölf Stunden. Pasteurisiert wird schonend, homogenisiert nur dort, wo das Produkt es braucht — unsere Frischmilch behält ihren Rahmrand, weil er dazugehört.
„Gute Milch erkennt man daran, wie wenig man mit ihr tun muss.“
Geführt wird die Molkerei heute von der vierten Generation der Familie. Die Molkereimeisterin, die morgens die Ankunftsproben abzeichnet, hat als Kind im selben Raum Butter gestempelt. Als Familienunternehmen können wir uns diesen Zeithorizont leisten: Wir müssen nicht das schnellste Verfahren wählen, sondern dürfen das bessere nehmen.
Kühe, die draußen stehen
Alle unsere Partnerhöfe sind Weidebetriebe. Die Herden stehen von April bis Oktober täglich auf der Weide, im Winter im Laufstall mit ständigem Zugang nach draußen. Die Bestände sind klein — im Schnitt 48 Tiere pro Hof — weil man ab einer bestimmten Größe das einzelne Tier nicht mehr kennt.
Zu jedem Hof gehört ein Tierwohlprotokoll, das wir gemeinsam mit dem Betrieb führen: Weidetage, Liegeflächen, Klauenpflege, Tierarztbesuche, Nutzungsdauer. Uns interessiert nicht die Höchstleistung einer Laktation, sondern die Lebensleistung eines Tieres. Kühe, die älter werden, geben über die Jahre mehr Milch als Kühe, die früh ausgetauscht werden — und sie brauchen weniger Medikamente.
Kälber bleiben in den ersten Wochen bei der Mutter oder in Gruppen mit Ammenkühen. Enthornt wird nicht. Das kostet Platz und Aufmerksamkeit, und beides ist eingepreist.
Was bei uns aus der Milch wird
Unsere Bioprodukte tragen alle das EU-Bio-Siegel und stammen aus derselben Weidemilch. Was wir nicht können, machen wir nicht: Das Sortiment ist bewusst schmal, dafür ist jedes Produkt ein Handwerksprodukt.
- FrischmilchVollmilch mit 3,8 % Fett und teilentrahmte Milch, pasteurisiert und nicht homogenisiert. In der 0,5- und 1-Liter-Mehrwegflasche.
- Joghurt und QuarkNaturjoghurt mild und stichfest, Sahnejoghurt, Speisequark in drei Fettstufen. Fruchtjoghurt nur mit Früchten der Saison.
- Butter und SahneSauerrahmbutter aus gereiftem Rahm, Süßrahmbutter, Schlagsahne und Crème fraîche.
- SchnittkäseBergkäse in drei Reifestufen von vier bis achtzehn Monaten, dazu ein milder Butterkäse für den Alltag.
- Weich- und FrischkäseCamembert aus Rohmilch, Frischkäse natur und mit Kräutern aus den eigenen Beeten.
- MolkegetränkeAus der Molke der Käserei, die sonst nur Futter würde — mit Apfel oder Johannisbeere aus der Region.
Fotos: Alexschneider250, CC0 1.0 · Santeri Viinamäki, CC BY-SA 4.0.
Was wir mit dem machen, was übrig bleibt
Eine Molkerei ist ein Betrieb, in dem ständig etwas übrig bleibt: Molke, Warmwasser, Abwärme, Verpackung. Genau daran lässt sich messen, ob Nachhaltigkeit gemeint oder behauptet ist.
- Mehrweg als RegelDie Glasflasche läuft im Schnitt 42 Mal. Gespült wird im eigenen Haus, mit Wärmerückgewinnung aus dem Spülwasser.
- Molke zurück auf die HöfeWas in der Käserei anfällt, geht als Futter dorthin zurück, woher die Milch kam — oder wird zu Molkegetränken.
- Energie vom eigenen DachPhotovoltaik deckt einen erheblichen Teil des Strombedarfs für Kühlung und Reifekammern.
- Kurze Wege40 Kilometer Umkreis, zwei Sammeltouren am Tag, keine Zwischenlagerung in fremden Häusern.
ISO-zertifiziert und täglich geprüft
Unsere Molkerei ist nach ISO 9001 für Qualitätsmanagement, nach ISO 14001 für Umweltmanagement und nach ISO 50001 für Energiemanagement zertifiziert. Die Audits finden jährlich statt, und zwar extern — wir prüfen uns nicht selbst.
Dazu kommt die tägliche Arbeit: Jede Anlieferung wird beprobt, bevor sie in den Tank geht. Unser Labor prüft Keimzahl, Zellzahl, Hemmstoffe und Gefrierpunkt. Ein dokumentiertes HACCP-Konzept sichert jeden kritischen Punkt der Verarbeitung ab. Und jede Charge lässt sich in unter zehn Minuten bis zum Melktag und zum liefernden Hof zurückverfolgen.
Die Bio-Zertifizierung prüft eine staatlich zugelassene Öko-Kontrollstelle — bei uns im Haus und auf jedem der 24 Partnerhöfe.
Drei Betriebe, ein Maßstab
Jeder unserer Betriebe steht für sich — und keiner käme ohne die anderen aus. Wer die Höfe kennt, von denen die Milch kommt, kennt auch die Tiere, aus denen unsere Fleischwaren entstehen.

Geflügelhof Gockel
Immer leckerBio-Eier aus Freilandhaltung und Geflügel aus eigener Aufzucht.
Zum Geschäftsbereich
Fleischerei Schinkenstraße 1
Feine FleischwarenWurst, Schinken und Braten aus Meisterhand.
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